Projekte des Landesverbandes mit seinen Partnern

Geopark Harz Braunschweiger Land Ostfalen

Neuer Geopark-Führer in der beliebten Landmarken-Serie erschienen: Nr 28 „Haldensleben“ und Nr. 27 „Ummendorf“

Weitere Informationen unter www.geopark.biz

Wandertag biologische Vielfalt

Ausgehend von der UN-Dekade „Vielfalt nutzen- die Angebote der Natur“ sollen die Teilnehmer am Beispiel des Wasserlaufs der Holtemme in Wernigerode die Veränderungen der Natur und der Landschaft durch das Wasser erleben.

Schwerpunkte bilden dabei

  1. Das Leben am und im Wasser
  2. Pflanzen und ihre Besonderheiten im Uferbereich und im Wasserlauf direkt
  3. Welche Pflanzen gibt es, wie viele Exemplare sind vorhanden, wie ist der Chemismus des Wassers (pH-Wert),
  4. Welche Fauna hat sich hier speziell entwickelt?
  5. Gestaltung der Landschaft durch das Wasser
  6. Ausgehend vom Mikrokosmos (Veränderungen durch Wassertropfen und Rinnsale) bis hin zu dem Makrokosmos der landschaftsverändernden Gestaltungsfähigkeit des fließenden Wassers; seine zerstörerische Wirkung bei Hochwasser

Durch Experimente und anschließende Auswertung und Beobachtungen in der Natur während einer Wanderung zu unterschiedlichen Stationen können die Teilnehmer diese Aufgabenstellungen lösen.

Weitere Informationen findet man auf: http://www.wandertag.biologischevielfalt.de

Termin: 09.6.2016 ; 10.00 Uhr; 38855 Wernigerode, Floßplatz

Qualitätswege „Wanderbares Deutschland“

Gütesiegel für Wanderwege

Wandern liegt im Trend. 34 Mio. Deutsche wandern in Freizeit und Urlaub. Reizvolle Landschaften und dichte Wanderwegenetze in Deutschland bieten Wandermöglichkeiten in Hülle und Fülle. Doch wie steht es mit der Qualität beim Wandern? Entspricht das Angebot den gestiegenen Ansprüchen der attraktiven Wanderklientel?

Das Gütesiegel „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ legt deutschlandweite Standards für Wanderwege fest und bringt dreifachen Nutzen für den Wandertourismus:

  1. Die Qualität der Wegeinfrastruktur wird in den Regionen thematisiert und nachhaltig verbessert. Es entsteht regionale Wanderkompetenz.
  2. Der Wandergast bekommt eine Orientierungs- und Entscheidungshilfe für seine Reiseentscheidung.
  3. Die Wanderdestinationen können das Qualitätszeichen als Wettbewerbsvorteil in der Vermarktung des wandertouristischen Angebotes nutzen und sich als Qualitätsmarke profilieren.

Ein Wanderweg wird nach 9 Kernkriterien und 23 Wahlkriterien analysiert. Ein vom Deutschen Wanderverband ausgezeichneter Wanderweg legt den Grundstein für ein eindrucksvolles Wandererlebnis. Der Landesverband Sachsen-Anhalt beteiligt sich an dieser Qialitätsoffensive und unterstützt aktiv die Zertifizierung von Wanderwegen in seinem Gebiet.

Erreichbarkeit der Wanderpunkte

Mitarbeit im ÖPNV-Beirat

Der Landesverband ist Mitglied im ÖPNV-Beirat von Sachsen-Anhalt. Dieses Gremium trifft sich zwei Mal im Jahr und berät dabei über den Öffentlichen Personen-Nah-Verkehr. Der Landesverband bringt sich hierbei insbesondere dahingehend ein, dass er sich für die Erreichbarkeit wichtiger Wanderpunkte und Wanderrouten mit öffentlichen Verkehrsmitteln – Bussen und Bahnen – einsetzt.

Um die Wanderbewegung zu stärken und das Wandern für alle zu einer attraktiven Freizeitbetätigung zu machen, ist ein guter Anschluss des Wanderwegenetzes an den ÖPNV zwingend nötig. Durch sein Mitwirken in dem Beirat konnte der Landesverband hierbei schon einige Erfolge verbuchen sowie auch den Blick des Beirates auf die Freizeitaktivitäten der Sachsen-Anhalter und Gäste lenken.

Deutsche Wanderabzeichen für alle

Das Deutsche Wanderabzeichen ist beliebt. Auch, weil es in den Bonusprogrammen vieler Krankenkassen anerkannt wird. Viele Nicht- Mitglieder interessieren sich dafür: Eine gute Chance, neue Mitglieder für die Vereine zu werben. Allerdings setzt das voraus, dass potentiell neue Mitglieder das Abzeichen beziehungsweise den Wander-Fitness-Pass, in dem die für das Abzeichen nötigen Wanderungen nachgewiesen werden, bekommen.

Deswegen hat der Vorstand des Deutschen Wanderverbandes (DWV) schon im August 2009 beschlossen, dass Pass und Abzeichen nicht an eine Mitgliedschaft im Verein gebunden sind. Vor dem Hintergrund, dass es kaum eine bessere Möglichkeit gibt, Menschen für einen Verein zu gewinnen als während gemeinsamer Wanderungen hieß es damals: „Gäste herzlich willkommen!“ Die Realität sieht anders aus: In den vergangenen Monaten beschwerten sich zunehmend Interessenten in der Geschäftsstelle des Deutschen Wanderverbandes, dass sie weder Pass noch Abzeichen bekommen, wenn sie keinem Verein angehören. Jüngst wurde die Geschäftsstelle sogar dazu aufgefordert, auf ihrer Homepage „groß und deutlich darauf hinzuweisen, dass es einen Fitness-Pass und somit die Chance, das Wanderabzeichen zu erwandern, nur für Mitglieder eines Wandervereines gibt!“. Die Aufforderung kam von einer Familie, die versucht hatte, den Wander-Fitness-Pass über einen Verein zu bekommen und daraufhin offenbar ziemlich unwirsch abgewimmelt worden war. Diese Familie wird sich mit Sicherheit nie wieder an einen Wanderverein wenden. Im Gegenteil: Sie wird anderen Menschen von ihrem Erlebnis berichten. Negative Erfahrungen, wie sie diese Familie machen musste, schaden den Wandervereinen insgesamt. Sie sind eine vergebene Chance. Wie viel besser wäre es für alle Beteiligten gewesen, wenn die Familie Freunden und Bekannten von einem tollen Wandererlebnis im Verein berichtet hätte, an dessen Ende der Eintrag der Tour im Wander-Fitness-Pass gestanden hätte. Egal, ob dieses positive Erlebnis zuhause oder im Urlaubsort der Familie stattgefunden hätte – die Chancen für einen Vereinsbeitritt hätten sich verbessert. Zumindest aber wäre das öffentliche Ansehen von Wandervereinen durch die dann positive Mundzu- Mund-Propaganda gestiegen. Und davon hätten früher oder später alle Vereine profitiert.

Autor: Gunter Schön